Disaster Recovery

Disaster Recovery

Bei Disaster Recovery wird von einer komplett redundanten Auslegung aller beteiligten RZ-Komponenten ausgegangen. Insbesondere bei großen Unternehmen mit 24/7 Verfügbarkeitsanforderung wird dieses Ziel mit dem Aufbau eines räumlich getrennten zweiten Rechenzentrums erreicht, das bei Ausfall des primären (z.B. bei einem Stromausfall) die wichtigen Anwendungen hostet. OSL hat es sich zur Aufgabe gemacht auch Disaster Recovery Probleme effizient und einfach zu lösen.

Produkt: OSL Extended Data Management (XDM)

Alle großen Speicherhersteller bieten in verschiedenen Formen auch DR-Lösungen an. Dabei wird meistens von einem großen Produktiv-RAID-System (in einem primären Rechenzentrum) ausgegangen, das mittels geeigneter Technik (FibreChannel, Infiniband, ...) wenigstens in Teilen permanent an einen anderen Standort (Notfall/DR-Rechenzentrum) gespiegelt wird. Sollte nun das Produktiv-RAID bzw. das gesamte Primär-RZ ausfallen, soll das Notfall-RZ übernehmen. Prinzipiell kann damit schon ein Großteil der gewünschten Ausfallsicherheit abgebildet werden. Leider verkompliziert es die Handhabung der gesamten RZ-Umgebung erheblich, insbesondere dadurch, dass eine Zuordnung Anwendung ↔ LUN des RAID-Systems nicht immer einfach herzustellen ist. Gleiche Probleme kennt man schon von Backup- bzw. Restore-Konzepten, wo im Ernstfall leider viel zu oft kein schneller Wiederanlauf möglich ist.
Als besonders kritisch stellen sich Datenbank-Systeme dar, da neben der reinen Datenbank auch Logarchive, Onlinelogs und Controlfiles (z.B. bei Oracle) bis zum Ausfallzeitpunkt vorhanden sein müssen, damit ein Wiederanlauf ohne Transaktionsverlust möglich wird. Durch die permanente Spiegelung hat man auch das zusätzliche Problem der sofortigen Replikation von Datenbankfehlern auf das entfernte Speichersystem. Die gespiegelten Daten sind mit einem Schlag unbrauchbar.

Instant Recovery

Ein ganzheitliches Konzept für große Datenbanken/SAP-Systeme mit OSL Storage Cluster

Der OSL Storage Cluster bietet (nicht nur) für große Datenbanken/SAP-Systeme eine Lösung, die Disaster Recovery, Backup-to-Disk, Backup-to-Tape und Instant Recovery vereinigt. Eine ausgewogene Kombination synchroner und asynchroner Spiegel gewährleistet maximalen Schutz vor typischen Ausfall- und Fehlersituationen, punktet gerade in der Disziplin "schneller Wiederanlauf für Datenbanken" (vor allem für große Datenbanken oft ein Problem), garantiert eine beeindruckende Performance und erlaubt durch seine geringen Hardwareanforderungen nicht selten auch deutliche Kostenreduzierungen. Der ganz große Vorteil gegenüber allen anderen am Markt befindlichen Lösungen ist die Applikationsorientiertheit. Man definiert im OSL Storage Cluster Anwendungen mit allen notwendigen Ressourcen (virtuelle Interfaces, Filesysteme, Start-, Stop- und Break-Prozeduren, usw.) und erhält damit für jede Anwendung ein administratives Objekt, dass mit einfachen Befehlen auf allen Cluster-Knoten gestartet und auch verwaltet werden kann.

Applikationsspiegel zu Disaster Recovery Zwecken

Zu dieser bestehenden Anwendung können nun wiederum mit einem einfachen Befehl Spiegel-Applikationen (XDM) erstellt werden. Durch das Universen-Konzept von OSL haben Produktiv- und Backup-Applikationen den gleichen Namen, sie unterscheiden sich lediglich durch das Universum. So verliert man auch bei vielen Anwendungen nicht den Überblick. Durch eine sinnvolle Verteilung der Universen kann man neben dauerhaft synchronisierten Spiegelapplikationen auch Backups auf Disk zu definierten Zeitpunkten verwirklichen. Die Backup-Spiegel können jederzeit mit der Produktion synchronisiert sowie atomar und damit (zeit-)konsistent abgetrennt werden. Man erhält so immer ein sofort startbares Image der Gesamtapplikation auf Disk, auf das im Disasterfall zurückgegriffen werden kann. Bei der Verwendung von Datenbanken (z.B. Oracle) wird zudem der Backup-Modus aktiviert, so dass ein Online-Backup verfügbar ist. In Verbindung mit den permanenten Spiegeln (Redologs) hat man die Möglichkeit, das Backup (auch automatisiert) auf jeden gewünschten Stand vorzufahren, ohne dass ein Tape involviert ist. Kurz gesagt: Instant Recovery. Das Backup-Konzept kann zudem mit einer Tape-Anschlusslösung (z.B. Networker) erweitert werden. Das Backup wird dann zunächst auf Disk erstellt, das dann vom zentralen Backup-Server auf Tape geschrieben wird. Hier zeigt sich ein weiterer Vorteil. Das Tape-Backup belastet die Produktion überhaupt nicht, da lediglich die Backup-Applikation auf Band geschrieben wird. Ein weiterer Vorteil ist die Verwendung von nur einem Backup-Server pro Cluster. Die Lizenzen für die Backup-Clients können eingespart werden. Netter Nebeneffekt: Der Stream auf Band läuft über dedizierte SAN-Verbindungen mit deutlich gesteigerter Performance.
Wenn nun also das Produktiv-Rechenzentrum ausfällt, kann mit Hilfe der Spiegel-Applikationen die Produktion im Notfall-RZ wieder aufgenommen werden.

Präsentation einer Lösung der Commerzbank mit OSL Storage Cluster